3 einfache Rahmenstrukturen für ein effektives Feedback

Feedback spielt bei der persönlichen Weiterentwicklung eines jeden Menschen eine entscheidende Rolle. Durch aufschlussreiche Anmerkungen erhält der Gesprächspartner ein wertvolles Geschenk: Man hilft ihm dabei, die Perspektive einer anderen Person zu sehen und zu erkennen, dass er die Möglichkeit hat, wirkungsvoller zu handeln. Wie bei allen menschlichen Interaktionen kommt es dabei auf den richtigen Ton an.

Oft weiß man, was man sagen möchte, aber nicht, wie man es richtig vermittelt. Die Verwendung von Rahmenstrukturen hilft Ihnen, den Feedback-Prozess stark zu vereinfachen. Diese Modelle zeigen Ihnen eine einfache Struktur, mit der Sie hilfreiches und umsetzbares Feedback abgeben können. Wir stellen Ihnen hier drei bewährte Vorgehensweisen vor:

Das McKinsey-Modell

Das Feedback-Modell von McKinsey besteht aus drei Teilen:

  • Teil A ist die jeweilige Handlung, Situation oder Verhaltensweise auf die bezogen Sie sich eine Veränderung von jemandem wünschen
  • Teil B ist die Wirkung dieser Verhaltensweise
  • Teil C ist ein Vorschlag, was die Person beim nächsten Mal anders machen könnte

Drücken Sie diese Punkte so aus:

„Als Sie [A] gemacht haben, habe ich mich [B] gefühlt.
Für die Zukunft empfehle ich, dass Sie [C] machen.”

Eine der größten Stärken des McKinsey-Modells ist, dass Auseinandersetzungen vermieden werden, indem man sich auf Fakten konzentriert. So ist es weniger wahrscheinlich, dass die angesprochene Person Ihre Worte zu persönlich nimmt.

Die Stanford-Methode

Noch einfacher ist eine von Stanford veröffentlichte Methode mit dem Grundaufbau „Ich finde es gut; Ich würde mir wünschen; Wie wäre es, wenn …?“ (aus dem Original: “I like; I wish; what if … ?”). Bei dieser Herangehensweise beginnt Ihr Feedback entweder mit „Ich finde es gut“, „Ich würde mir wünschen“ oder mit einem Vorschlag der in der Form „Wie wäre es, wenn …?“ formuliert wird. Hier ein Beispiel, wie ein solches Gespräch aussehen kann:

„Ich finde es gut, dass Sie unser Produkt heute so engagiert vorgestellt haben.”
“Ich würde mir wünschen, dass Sie etwas weniger Zeit für die Erläuterung der ganzen Eigenschaften einplanen, denn der potenzielle Kunde hatte einige sehr spezifische Fragen, für die dann nicht mehr viel Zeit blieb.”
“Wie wäre es, wenn Sie bei Ihrer nächsten Präsentation, etwas mehr Zeit für Fragen einplanen?“

Die Leute reagieren gut auf diese Methode, weil Sie durch diesen Aufbau Ihre Gefühle beschreiben, ohne dass es anklagend klingt.

Die SKS-Methode

Ein sehr ähnlicher Ansatz ist die SKS-Methode. SKS steht für „Stop“, „Keep“ und „Start“, also womit jemand aufhören sollte, was er/sie beibehalten sollte, womit er/sie anfangen sollte.

Beginnen Sie Ihr Feedback, indem Sie folgende Fragen behandeln:

Was sollte diese Person nicht mehr tun?
Was sollte diese Person beibehalten?
Was sollte diese Person in Zukunft zusätzlich tun?

Die SKS-Methode ist handlungsfokussiert und bestätigend. Dennoch sollten Sie aufpassen, dass Sie sich nicht nur auf bestimmte Handlungsweisen konzentrieren, mit denen die angesprochene Person aufhören oder anfangen sollte, da sie sonst das Gefühl haben könnte, nur kritisiert zu werden.

Wie wir intern Feedback geben

Alle obenstehenden Methoden bieten gute Rahmenstrukturen, die es relativ einfach machen, hilfreiches Feedback zu geben — vor allem, wenn man etwas Übung hat. Hier bei QuercusApp wenden wir eine Kombination aus diesen Methoden an, die bei uns sehr gut funktioniert:

A. Sie beginnen mit einer bestimmten Situation, Handlung oder Verhaltensweise
B. Sie nennen die Folgen dieses Verhaltens
C. Sie starten mit “Mir gefällt” um dieses spezifische Verhalten zu ermutigen oder “Ich würde mir wünschen” um eine Änderung anzuregen

Hier ein Beispiel dafür:

„Als Sie heute Morgen zu unserer Besprechung zu spät kamen [A], musste das ganze Team darauf warten, anfangen zu können [B]. Ich würde mir wünschen, dass Sie in Zukunft eher kommen, damit die Besprechung pünktlich beginnen kann [C].“

Diese Kombination aus verschiedenen Rahmenstrukturen bietet den Vorteil, dass das Feedback sehr spezifisch und für die angesprochene Person umsetzbar ist. Probieren Sie selbst aus, wie wirkungsstark es in Ihrem Arbeitsumfeld sein kann. Wenn Sie regelmässiges Echtzeit-Feedback in Ihre Arbeitskultur integrieren möchten, können Sie sich gerne an uns wenden, um eine kostenlose Probeversion unserer Cloud-basierten Feedback-App zu erhalten.